Meinen sportlichen Erfolg an der Seite meines Mannes zu erleben, ist ein Geschenk für mich. Jemanden zu haben, der alle Höhen und Tiefen mit mir durchsteht, gibt mir viel Kraft. Boris, ehemaliger 90-Meter-Werfer und zweimaliger WM-Dritter, steht mir seit dem Jahr 2012 als Techniktrainer in den Trainings- und Vorbereitungsphasen sowie während den Wettkämpfen zur Seite. 

Im Jahr 2013 konnte ich meinen bisher größten Erfolg erzielen: die Goldmedaille bei der Weltmeisterschaft 2013 in Moskau. Und auch privat hätte ich es mir nicht besser wünschen können: Im September 2013 heirateten Boris und ich in kleinem Kreis in einem Nachbarort von Offenburg.

Neben der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit ist es für mich sehr wichtig, auch mal abzuschalten. Da wir einen gemeinsamen Weg gehen, ist es für uns leichter, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Während dem Training arbeiten wir auf einer professionellen Ebene und lassen unsere Beziehung außen vor. Dafür konzentrieren wir uns nach Feierabend nur auf uns. Dann spielt das Thema Speerwurf keine Rolle mehr. So schaffen wir es auch, immer wieder runter zu kommen und den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren.

Im Juni 2014 kam mein Sohn Marlon zur Welt: Nach der Geburt habe ich mir eine längere berufliche Auszeit gegönnt, in der wir uns nur auf unsere Familie konzentriert haben. Inzwischen habe ich das Training mit dem Ziel Olympische Spiele 2016 in Rio de Janeiro wieder aufgenommen.  

Mein soziales Engagement vertrete ich parallel zu meinem Sport: Nicht nur wegen meines eigenen Kindes liegt mir das Wohl der Kleinsten sehr am Herzen.